Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG) - „Meister-BAföG“

Das Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG) – „Meister-BAföG“ – begründet einen individuellen Rechtsanspruch auf Förderung von beruflichen Aufstiegsfortbildungen, u.a. von Meisterkursen oder anderen auf einen vergleichbaren Fortbildungsabschluss vorbereitenden Lehrgängen.

Was wird gefördert?

  • Fortbildungen, die fachlich gezielt auf öffentlich-rechtliche Prüfungen nach dem BBiG, der HwO oder auf gleichwertige Abschlüsse nach Bundes- oder Landesrecht, über dem Niveau einer z.B. Gesellenprüfung, vorbereiten.
  • Vollzeit- wie auch Teilzeitmaßnahmen mit einem Mindestumfang von 400 Unterrichtsstunden.

Wer wird gefördert?

  • Handwerker und andere Fachkräfte, die sich auf einen Fortbildungsabschluss wie z.B. zum/zur Handwerksmeister/in, Betriebswirt/in (HWK) oder eine vergleichbare Qualifikation vorbereiten und die über eine nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) oder der Handwerksordnung (HwO) anerkannte, abgeschlossene Erstausbildung oder einen vergleichbaren Berufsabschluss verfügen.

HÖHE DER FÖRDERUNG

Maßnahmebeitrag:

Der Maßnahmebeitrag für die Lehrgangs- und Prüfungsgebühren beträgt bis zu 15.000 Euro. Davon werden 40 % als Zuschuss geleistet. Für den Rest kann ein zinsgünstiges Darlehen in Anspruch genommen werden.

Prüfungsstück:

Das Prüfungsstück wird bis zu 50% der notwendigen Kosten, höchstens bis zu 2.000 Euro als zinsgünstiges Darlehen gefördert.

Beitrag zum Lebensunterhalt:

Bei Vollzeitmaßnahmen wird einkommens- und vermögensabhängig ein Unterhaltsbeitrag bis zur individuellen Bedarfssatzhöhe geleistet. Der Unterhaltsbedarf besteht aus einer Zuschuss- und einer Darlehenskomponente. Die Bedarfssätze sehen wie folgt aus:

  • 768 € für Alleinstehende ohne Kind
  • 1.003 € für Alleinstehende mit einem Kind
  • 1.238 € für Verheiratete mit einem Kind
  • 1.473 € für Verheiratete mit zwei Kindern

Das Darlehen ist während der Fortbildung und einer anschließenden Karenzzeit (max. 6 Jahre) zins- und tilgungsfrei. Nach Ablauf der Karenzzeit muss das Darlehen innerhalb von zehn Jahren mit monatlichen Raten von mindestens 128 Euro getilgt werden. Nach Bestehen der Abschlussprüfung können auf Antrag 25 % des zu diesem Zeitpunkt noch nicht fällig gewordenen Darlehens für die Lehrgangs- und Prüfungsgebühren erlassen werden. Bei Gründung oder Übernahme eines Unternehmens wird ab der Einstellung und der dauerhaften Beschäftigung eines neuen sozialversicherungspflichtigen Mitarbeiters oder einer sozialversicherungspflichtigen Mitarbeiterin oder eines oder einer Auszubildenden 33 Prozent des auf die Lehrgangs- und Prüfungsgebühren entfallenden Restdarlehens gewährt. Insgesamt dürfen aber nicht mehr als 66 Prozent des noch nicht fällig gewordenen Restdarlehens erlassen werden.

Hinweis: Bei den oben gemachten Angaben handelt es sich nur auszugsweise Informationen zum Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG) – „Meister-BAföG“. Zur vollständigen Information verweisen wir auf die Seiten des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, auf denen auch die notwendigen Antragsformulare bereitstehen.

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