Geschichte der Bäckerfachschule Hannover

Gegründet wurde die Bäckerfachschule Hannover schon 1934. Nicht von ungefähr, denn schon damals war sich das Bäckerhandwerk darüber bewusst, dass Weiterbildung unabdingbar für den unternehmerischen Erfolg ist. Nachdem dann 1935 ein neues Handwerksgesetz geschaffen wurde, das den Meistertitel als unabdingbar für die Führung des eigenen Betriebes machte, kam viel Arbeit auf die junge Bäckerfachschule zu. Kontinuierlich wurden Lehrgänge zur Vorbereitung auf die Meisterprüfung durchgeführt.

Nachdem die Schule in der letzten Phase des zweiten Weltkriegs geschlossen werden musste, wurde der Schulbetrieb sofort nach Kriegsende wieder aufgenommen. Wer damals seinen Meister machen wollte, musste übrigens mindestens fünf Briketts mitbringen, damit die Backöfen betrieben werden konnten. Und die Nachfrage war groß, denn viele der aus dem Krieg zurück gekehrten Bäckergesellen nutzten nun die Chance zur Selbständigkeit im Nachkriegsdeutschland. Bis heute haben über 7.000 Meisterschüler ihren Abschluss in der Bäckerfachschule Hannover gemacht.

Seit den 60er und 70er Jahren gehört neben der Meisterausbildung auch die Durchführung der überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung der Auszubildenden im Bäckerhandwerk zu den Kernaufgaben der Bäckerfachschule Hannover. Zusätzlich wurde das Angebote um ein vielfältiges Weiterbildungsprogramm mit ein- und mehrtätigen Fortbildungsveranstaltungen ergänzt. Heute durchlaufen pro Jahr rund 1.000 Teilnehmer/innen die verschiedenen Aus- oder Weiterbildungsmaßnahmen in der Bäckerfachschule Hannover

2013 wurde die Bäckerfachschule Hannover komplett modernisiert und verfügt heute über zwei den aktuellen Anforderungen entsprechenden Backstuben, einen modernen Verkaufsraum mit Café, einen Hörsaal sowie 10 EDV-Arbeitsplätzen. Weitere Modernisierungen des Internats sind in Planung.